Die Auszubildende verließ am Montagabend ihr Elternhaus in Werl-Westönnen. Der Vater: „Sie wollte sich nur 300 Meter entfernt kurz mit ihrem Ex-Freund treffen, er hatte sie darum gebeten. Eigentlich wollte sie nach 20 Minuten zurück sein.“
Doch von der Aussprache kehrt sie nicht zurück.

Mit der jungen Frau verschwindet auch ihr gelber Renault Twingo (SO-A 433). Als Liesa an nächsten Morgen noch immer nicht zurück ist, sucht ihre Mutter nach ihrer Tochter. Und entdeckt den Twingo gegen 9 Uhr nahe der A44-Auffahrt Werl-Süd an einem Motocross-Gelände.
Liesas Bruder (15) ist sich sicher: „Da würde sie nie parken. Am Kilometerstand haben wir herausgefunden, dass mit dem Twingo ungefähr 30 Kilometer gefahren wurden. Die Fundstelle ist aber nur 4 Kilometer entfernt.“ Wohin fuhr Liesa? Oder fuhr jemand anderes mit ihrem Auto?

Ein Polizeisprecher: „Wir hoffen weiter, die junge Frau lebend zu finden. Aber wir können ein Verbrechen nicht ausschließen.“
Der Ex-Freund, mit dem sich Liesa noch getroffen hat, wurde von der Polizei festgenommen, nach Verhören aber wieder freigelassen.

Der Schwarzafrikaner sagt aus, er habe sich nachts an der A44 von ihr getrennt und sei per Anhalter nach Essen gefahren.

Den Eltern hilft diese Aussage nicht. „Diese Ungewissheit, nicht zu wissen, was mit meiner Tochter passiert ist, ist ein einziger Alptraum“, sagt der Vater. „Unser einziger Wunsch ist, dass Liesa lebend zurückkehrt.“

Hinweise an die Polizei: 0231 - 132 7999.
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