„Sie haben kein Selbstbewusstsein und verfälschen permanent ihre Geschichte“, schimpfte Dieter Moor in einem Interview mit dem TV-Sender n-tv. Und es ging noch weiter: „Entgegen den Mythen war die Schweiz vor ein paar hundert Jahren das Afghanistan Europas: Es waren ärmste Leute, es waren härteste Bedingungen, es war eine Bildungsmisere, es gab Religionskriege mit tausenden Toten. Die Schweiz war nie demokratiefähig, bis Napoleon kam und sagte: ´Ich zwinge euch jetzt dazu.´ Seither meinen die Schweizer, sie hätten die Demokratie erfunden. Die Schweiz war auch nie freiheitswillig, bis Herr Schiller den Wilhelm Tell erfand. Seither glauben die Schweizer, sie seien freiheitswillig. Und es ist hochumstritten, ob der Rütlischwur jemals stattgefunden hat. Die Schweiz hat also keine Geschichte. Deshalb igeln sich die Schweizer ein, sind neutral und wollen nicht mitmachen. Jeder, der von außen kommt, wird von den Schweizern als jemand empfunden, der etwas wegnehmen will.“

Auf Natalie Rickli von der Schweizerischen Volkspartei angesprochen, sagte Moor: „Es ist peinlich.“ Die Politikerin hatte sich vor wenigen Wochen beschwert, dass zu viele Deutsche in der Schweiz seien. Der einzelne Deutsche würde sie nicht stören, die Masse aber schon, hatte sie ihre Abneigung damals ausgeführt. Moor kommentierte dazu: „Das ist auch typisch schweizerisch: Gegen den Deutschen an sich haben sie nichts, aber die Masse macht ihnen Angst. Ich kann dazu nichts weiter sagen, außer dass ich mich dafür geniere.“

Schweizer Gemeinde will Familie ausweisen lassen
Aktuell versucht sogar eine Gemeinde im Nordwesten der Schweiz ein deutsches Ehepaar mit zwei Kindern ausweisen zu lassen, weil die Familie angeblich seit Jahren keine Steuern zahlt. Wie das Nachrichtenportal „blick.ch“ berichtet, wohnt das Ehepaar momentan nur dank einer Aufenthaltsbewilligung in der Gemeinde Dulliken im deutschsprachigen Kanton Solothurn. Der Gemeinderat habe nun einstimmig beschlossen, zu intervenieren, „damit diesem Ehepaar die Aufenthaltsbewilligung nicht mehr verlängert respek­tive entzogen wird.“

Auf die Frage, ob sich die Schweiz immer weiter vom Rest Europas und der EU entfernen wolle, antwortete Moor: „Dabei verkennen sie, dass die Schweizer Regierung in Wahrheit schon zur EU gehört“, lästert Moor. „Es wurden so viele bilaterale Verträge geschlossen, dass man eigentlich gleich beitreten könnte. Aber für den normalen Schweizer ist die Vorstellung, den Franken aufzugeben, nicht durchsetzbar.“

http://www.focus.de/panorama/boulevard/moderator-rechnet-mit-seiner-heimat-ab-dieter-moor-die-schweizer-sind-einfach-idioten_aid_751081.html