Zwar enden Dienstag mit der "kalten Sophie" kalendarisch die Eisheiligen, doch es bleibt auch in den kommenden Tagen zunächst noch unterkühlt. "Ebenso wie die Eisheiligen verfrüht kamen, werden sie dieses Jahr auch verspätet enden" erklärt Wetterexperte Dominik Jung vom Wetterportal "Wetter.net"

Nach einem sehr kühlen Mittwoch mit Höchstwerten zwischen 7 und 13 Grad droht den großen deutschen Weinbaugebieten im Südwesten Deutschlands unter Umständen schadensträchtiger Frost.

An Saar, Mosel, Nahe, sowie in Rheinhessen, Baden, der Pfalz und entlang des Oberrheins sinken die Temperaturen bis zum Himmelfahrtsmorgen auf minus 1 bis lokal minus 5 Grad – und das wohl gemerkt in 2 Metern Messhöhe. Direkt über dem Erdboden kann es hier noch etwas kälter werden.

In den Weinbergen drohen stellenweise schwere Frostschäden. Besonders gefährlich ist die Lage, weil es in den letzten Tagen zeitweise sehr warm und trocken war. Dadurch stehen die meisten Weinreben bereits in vollem Wachstum. Solch ein plötzlicher Kälteschock ist daher doppelt gefährlich.

Aber nicht nur die Winzer dürfte der erwartete Frost schädigen, auch die Obstbauern müssen mit Ernteeinbußen rechnen.
Gerade Erdbeeren, deren Ernte nun ansteht, mögen überhaupt keinen Frost.

Bereits 2011 gab es Mitte Mai noch mal Frost, der in der Landwirtschaft und im Weinbau große Schäden verursachte. Das letzte Frostjahr davor war bereits im Jahr 1997 gewesen. "Zwei Frostjahre direkt hintereinander sind für den Mai sehr ungewöhnlich" erklärt Diplom-Meteorologe Jung.

http://www.welt.de/vermischtes/article106314767/Maiwetter-extrem-Erst-Kaelteschock-dann-30-Grad.html