Uran, Pestizide, Keime – alles Stoffe, die nichts im Mineralwasser zu suchen haben. Dabei steht das erfrischende Getränk doch für Reinheit, Natürlichkeit und Gesundheit. Doch leider ist es oft voller Schadstoffe und Verunreinigungen, so das ernüchternde Recherche-Ergebnis des Verbrauchermagazins „ZDFzoom“.

Die Autoren der Ausgabe „Abgefüllt und aufgetischt – Wie gut ist unser Mineralwasser?“ haben 20 Mineralwässer in drei Laboren untersuchen lassen. Das erschreckende Resultat: Erreger und Schmutzstoffe sind offenbar an der Tagesordnung. Ein Mineralwasser überschreitet den Uran-Grenzwert für Säuglingswässer sogar um das Sechsfache. Problematisch ist ein erhöhter Uran-Gehalt im Wasser, weil Nierenschäden die Folge sein können. Darum wird auch ein Höchstgehalt für Uran in Mineralwasser gefordert, ebenso wie bei Leitungswasser. Dort beträgt er 10 Mikrogramm pro Liter.

Ein anderes Produkt wies 18-fach erhöhte Keimwerte auf. Zudem wurden in einem Wasser synthetische Süßstoffe nachgewiesen, die eventuell auch über menschliche Ausscheidungen in das Produkt gelangt sind.

Die Hersteller reagierten unterschiedlich auf die Laborergebnisse: Ein Unternehmen plant jetzt eigene Untersuchungen, ein anderes kündigte an, freiwillig einen Brunnen außer Betrieb zu setzten, nachdem Rückstände von mehreren so genannten „Pestizidmetaboliten“ in dem gezogenen Mineralwasser gefunden wurden. Andere Hersteller sehen hingegen keinen Handlungsbedarf.

Auch den Geschmack nahm das Magazin unter die Lupe: Im Test trat Leitungswasser (Berlin) gegen stille Mineralwässer von Lidl, Evian, Voss und Fiji an.
Arno Steguweit, Sommelier für Wasser, nahm die fünf Wässer geschmacklich unter die Lupe: Auf Basis von Schulnoten 1 bis 6 bewertete er sie. Das hochpreisige Voss-Wasser bekam die Note 3 (befriedigend), Leitungswasser eine 5 (mangelhaft),
Testsieger: Lidl und Evian mit der Note 2 (gut). Der große Verlierer: Fiji mit Note 6 (ungenügend).

http://www.bild.de/ratgeber/verbrauchertipps/mineralwasser/mineralwasser-test-zdf-keime-schadstoffe-24423598.bild.html

Und man erspart sich die blöde Schlepperei.